Schon immer war es notwendig, schwer erreichbare Äste zu entfernen. Um sich nicht selbst in Gefahr zu bringen, begannen Gärtner und Forstarbeiter Sägen an langen Sielen zu befestigen. Daraus entwickelten sich die Gestängesägen und die modernen motorbetriebenen Hochentaster. Sie können mit Verbrennungsmotor oder elektrisch über Akku oder Kabel betrieben werden.
Da Hochentaster sehr gezielt und punktuell eingesetzt werden, empfiehlt sich hier ein Akkugerät. Da dabei leise und ohne permanente Startvorgänge auf Knopfdruck gearbeitet werden kann.
Warum sind Hochentaster vielseitig?
Baumpfleger verwenden Hochentaster, um Äste in der Baumkrone zu beschneiden, um die Gesundheit des Baumes zu fördern, das Wachstum zu kontrollieren oder die Sicherheit zu gewährleisten, indem sie potenziell gefährliche Äste entfernen.
In der Forstwirtschaft werden Hochentaster verwendet, um bei der Durchforstung von Wäldern oder bei der Entfernung von Ästen von gefällten Bäumen zu helfen, bevor diese weiterverarbeitet werden.
Landschaftsgärtner verwenden Hochentaster, um Bäume und Sträucher in Gärten und Landschaften zu beschneiden und zu formen, um ein ästhetisch ansprechendes Erscheinungsbild zu erzielen.
Im Obstbau können Hochentaster verwendet werden, um Obstbäume zu beschneiden und zu pflegen, um die Fruchtproduktion zu verbessern und die Gesundheit der Bäume zu erhalten.
Kommunale Mitarbeiter oder Straßenpfleger setzen Hochentaster ein, um überhängende Äste entlang von Straßen, Gehwegen oder Radwegen zu beschneiden, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten und die Sichtbarkeit zu verbessern.
Im privaten Bereich werden Hochentaster bei Haus- und Gartenbesitzern natürlich ebenso eingesetzt.
Was sind die Bestandteile eines Hochentasters?
Stange oder Teleskopstiel: Dies ist der lange Griff des Hochentasters, der es ermöglicht, Äste in größerer Höhe zu erreichen. Bei einigen Modellen ist der Stiel teleskopierbar, was es ermöglicht, die Länge je nach Bedarf anzupassen.
Schneidkopf: Der Schneidkopf befindet sich vorne der Stange und enthält das Schneidwerkzeug, wie beispielsweise eine Kettensäge oder eine Astschere. Der Schneidkopf kann auch abnehmbar sein, um verschiedene Schneidwerkzeuge je nach Anforderung zu verwenden.
Akku: Der Akku ist die Energiequelle des Hochentasters. Er versorgt den Motor des Schneidwerkzeuges mit Strom. Akkus sind austauschbar, um längere Betriebszeiten zu ermöglichen.
Motor: Der Motor treibt das Schneidwerkzeug an. Bei Husqvarna Hochentastern ist das ein Bürstenloser Drehstrommotor. Diese Motoren haben keine Schleifkontakte, die sich abnutzen können.
Bedienelemente: Am Griff des Hochentasters befinden sich typischerweise Bedienelemente wie Ein-/Ausschalter und gegebenenfalls weitere Steuerelemente für die Geschwindigkeit.
Motorsägeblatt: Wie bei der Motorsäge befindet sich vorne das Schwert (kürzer als bei den Motorsägen).
Sicherheit
Wie bei allen Arbeiten mit Motorbetriebenen Forst- und Landschaftsgeräten sind Sicherheitsmaßnamen zu beachten.
Tragen Sie einen robusten Schutzhelm, um Ihren Kopf vor herabfallenden Ästen zu schützen. Ein Helm mit einem Gesichtsschutzvisier oder einer Schutzbrille kann zusätzlichen Schutz für Ihre Augen bieten.
Verwenden Sie strapazierfähige Handschuhe mit rutschfesten Griffen, um Ihre Hände vor Schnittverletzungen, Vibrationen und Schwielen zu schützen. Stellen Sie sicher, dass die Handschuhe gut passen und Ihnen ausreichend Bewegungsfreiheit bieten.
Tragen Sie anliegende robuste Kleidung, die nicht leicht von Ästen oder anderen beweglichen Teilen des Hochentasters erfasst werden kann. Optimal sind Forstjacken.
Tragen Sie robuste Forstschuhe, um Ihre Füße vor herabfallenden Ästen oder scharfen Gegenständen am Boden zu schützen. Vermeiden Sie offene Schuhe oder Sandalen.
Stellen Sie sicher, dass Sie während der Arbeit mit dem Hochentaster einen stabilen Stand haben. Vermeiden Sie unebenes Gelände oder instabile Positionen, die zu einem Sturz führen könnten.
Achten Sie darauf, dass sich keine anderen Personen in der Nähe des Bereichs befinden, den Sie schneiden möchten.
FAQ -
häufig gestellte Fragen
über Hochentaster
Die Reichweite ergibt sich aus der Schaftlänge plus Körpergröße und Arbeitswinkel. Ein Teleskopschaft von etwa 3 bis 4 Metern ermöglicht in der Praxis Schnitthöhen von rund 4 bis 6 Metern. Entscheidend ist dabei nicht nur die Länge, sondern auch die Stabilität des Schafts unter Last.
Die Schwertlänge liegt meist zwischen 20 und 30 cm. Kürzere Schwerter sind leichter und präziser zu führen, während längere Schwerter dickere Äste bewältigen können. Eine zu große Schwertlänge kann jedoch die Kontrolle und Balance verschlechtern.
Das Gewicht wirkt bei Hochentastern deutlich stärker als bei Motorsägen, da es auf Distanz gehalten wird. Bereits kleine Unterschiede machen sich bemerkbar. Leichte Geräte mit guter Gewichtsverteilung reduzieren Ermüdung und ermöglichen längere Arbeitseinsätze.
Starre Schäfte sind stabiler und übertragen die Kraft direkter. Teleskopschäfte sind flexibler einstellbar und erreichen größere Höhen, können aber bei maximaler Länge anfälliger für Vibrationen sein.
Die Kraft wird über eine Welle im Inneren des Schafts übertragen. Bei Benzin- und Elektrogeräten erfolgt dies mechanisch über eine starre oder flexible Antriebswelle. Die Qualität dieser Welle beeinflusst die Laufruhe und Lebensdauer des Geräts.
Die Kettengeschwindigkeit liegt meist zwischen 8 und 15 m/s. Sie ist niedriger als bei Motorsägen, da die Kontrolle und Sicherheit bei Arbeiten in der Höhe wichtiger sind als maximale Schnittleistung.
Hochentaster verfügen über automatische Ölsysteme, ähnlich wie Motorsägen. Aufgrund der Schräglage beim Arbeiten ist eine gleichmäßige Ölverteilung besonders wichtig, weshalb viele Geräte auf konstante Fördermengen ausgelegt sind.
Akku-Hochentaster sind leichter, vibrationsärmer und starten sofort. Moderne Geräte nutzen bürstenlose Motoren, die effizient arbeiten und die Akkulaufzeit optimieren. Sie sind besonders für regelmäßige Pflegearbeiten geeignet.
Benzin-Geräte bieten mehr Leistung und sind unabhängig von Akkulaufzeiten. Sie eignen sich für dickere Äste, längere Einsätze und professionelle Anwendungen, sind aber schwerer und erzeugen mehr Vibrationen.
Vibrationen werden durch die Länge des Geräts verstärkt. Gute Dämpfungssysteme sind daher besonders wichtig, um Ermüdung zu reduzieren und die Kontrolle zu verbessern.
Typische Hochentaster sind für Äste bis etwa 20 cm Durchmesser ausgelegt. Die tatsächliche Leistung hängt von Motorstärke, Kettentyp und Schwertlänge ab.
Ein schwenkbarer Schneidkopf kann in verschiedenen Winkeln eingestellt werden. Dadurch lassen sich Äste ergonomischer schneiden, ohne den gesamten Schaft bewegen zu müssen.
Wichtige Funktionen sind Kettenbremse, Handschutz und sichere Griffsysteme. Bei Akku-Geräten kommen oft elektronische Schutzsysteme hinzu, die bei Überlast abschalten.
Die Wartung ist ähnlich, umfasst jedoch zusätzlich die Kontrolle des Schafts und der Antriebswelle. Durch die Länge des Geräts ist eine regelmäßige Überprüfung der Verbindungselemente besonders wichtig.
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